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PostHeaderIcon Ziel: Keine Mehrkosten für biologische Klärung im ländlichem Raum

Der Versorgungsverband Grimma/Geithain konnte in seiner Sitzung am 30.09.09 das weiterführende "Dezentrale Abwasserkonzept" nicht beschließen, da es erst halbfertig war. Der Versorgungsverband ( Vorsitzende Frau Bauer und Geschäftsführer Herr Kunath ) mußte auf Druck und Nachweise der Bürgerinitiative, vieler Bürger, einiger Bürgermeister und des Frauenhofer Institutes (in Mutzschen) als wirtschaftlichste Lösung Gruppen- und Ortskläranlagen anerkennen. Diese Auffassung vertritt seit Anfang 2009 auch das zuständige "Sächsische Ministerium für Umwelt und Landwirtschaft" und hat zugunsten der Gruppenkläranlagen die Förderrichtlinie erweitert. Herr Kunath kann nicht weiter auf die biologische Nachrüstung der einzelnen Kläranlagen "Jeder macht sein`s" bestehen. Damit ist das erste Ziel der Bürgerinitiative, der Bürger und der progressiven Bürgermeister erreicht.

  Das jetzt zu realisierende zweite Ziel, betrifft die Vermeidung von Mehrkosten bei der Investition und der Betreibung der biologischen Gruppen- bzw. Ortskläranlagen. Es gibt gute Chancen, so kostengünstig zu bauen und zu betreiben, daß keine Mehrkosten entstehen. Sollte das den Bürgern und dem Versorgungsverband nicht gelingen, würde die "Gleichbehandlung" aller Abwasserkunden des Versorgungsverbandes - das Solidarprinzip - für die Berechnung der Finanzierung heranzuziehen sein. Im vorigen Jahr hat Herr Kunath die möglichen Kosten für Gruppenanlagen noch maßlos überhöht. Jetzt wissen wir, daß bedeutend günstigere Lösungen und damit geringere Kosten möglich sind. Das bedeutet aber, daß alle Bürger für kostengünstige Lösungen in ihren Orten offen sein müssen. Jeder wird gefragt sein, wie er kostengünstige Lösungen unterstützen kann. Das kann um die Verlegung von Rohrleitungen am Grundstücksrand gehen, um zumutbare Eigenleistungen, um Planungen oder andere Mitarbeit. Wichtig ist, daß sich kein Ort hinter den anderen verstecken darf. Das Solidarprizip geht nur sinnvoll anzuwenden, wenn die günstigste Lösung erstritten und nicht die ungünstigste Lösung gleich verteilt wird (Prof. Löffler). Hohe Einsparungen sind gegenüber den bisherigen Gruppenlösungen des VVGG ( 2.660,00 Euro/je EW für Investition und 128,00 Euro/je EW jährliche Betriebskosten !) möglich durch: Keine Rohrverlegungen in Straßen zur Vernetzung der KKA und zur Anbindung an die biol. Gruppenanlagen, Bau von Schilfanlagen, Eigenleistungen, Rückführung und Nutzung des gereinigten Wasers, Einsparung von Gewässer- bzw. Kanalnutzungsgebühren, Fäkalschlammentsorgung nach Messung -  nicht jährlich, nur notwendige Betriebskosten. Die Bürger müssen sich im klaren sein, daß vier Finanzierungsquellen zur Verfügung stehen: Die regelmäßigen Gebührenzahlungen der Bürger für Abwasser, Förderbeträge des Landes Sachsen, Kosteneinsparung bei Trinkwasser (ca. 30 %) durch Rückführung des gereinigten Wassers, evtl. Eigenleistungen. 

Der Versorgungverband hat keine Rücklagen für den weiteren Ausbau der Anlagen im ländlichen Raum gebildet und frühere Fördermittel für den Bau der Klärwerke vollständig eingesetzt. Der Versorgungsverband wird entstehende finanzielle Lücken wieder durch Gebührenerhöhungen ausgleichen, also wieder zu Lasten der Bürger. Es bleibt für die Bürger nur, Einfluß zu nehmen, damit die biologische Klärung äußerst kostengünstig und ohne Mehrkosten gestaltet sowie das Gleichstellungsprinzip für alle Abwasserkunden durchgesetzt wird. 

Ein weiterer Weg ist für Bürgergruppen oder Bürger eines Ortes, die Abwasserentsorgung in die eigenen Hände zu nehmen. Das bedeutet, mehr Verantwortung zu übernehmen, enger zusammen zu rücken aber auch nur ca 1.000,00 Euro/EW Investitionskosten und 25,00 Euro/EW Betriebskosten im Jahr tragen zu müssen. Ein derartiges Feinkonzept liegt bereits genau berechnet für Bernbruch vor und ist im Internet einzusehen.

 
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